Research: Social Bots – automatisierte Meinungsmache des 21. Jahrhunderts

Bots, in Kürze Software-Roboter existieren seit es Computer gibt. Das erste Beispiel eines Bots, der mit einem Algorithmus so designed war, dass er einer Unterhaltung folgen konnte, wurde von Alan Turing in den 50iger Jahren erfunden.  Der Traum, einen Computeralgorithmus so zu programmieren, dass er den sogenannten Turingtest besteht, hat die Forschung der “artificial intelligence” seit Dekaden angetrieben.  Seit Weizbaum’s Programm ELIZA, das über Skripte verschiedene Gesprächspartner simulieren kann und wie ein Psychotherapeut antwortet, haben sich viele Dinge geändert. Heute, in unserem Social Media Ökosystem, wo hunderte Millionen Individuen unterschiedliche Interessen verfolgen, einschließlich Wirtschaftliche und Politische, steigen die Anreize Algorithmen zu schaffen, die sich “menschlich” verhalten. Die letzten paar Jahre bevölkern soziale Bots Medienplattformen, wie Twitter, Facebook und Instagram und beeinflußen mehr oder weniger Meinungen zu politischen, sozialen oder wirtschaftlichen Themen.

Research Lab 2015

Behind the Smart World
Im ersten “Art Meets Radical Openness Forschungslabor” kuratierte Uschi Reiter von servus.at, das in Linz ansässige Künstlerduo Andreas Zingerle und Linda Kronman. Über die Dauer von einem Jahr bot servus.at die Möglichkeit künstlerische Forschungsfragen vertieftend weiterzuentwickeln und den gesamten Prozess unterstützend zu begleiten .

Die beiden Künstler_innen haben 2014 die weltgrößte Elektroschrotthalle „Agbogbloshie“ in Ghana besucht und 22 Laptop- und Computerfestplatten gekauft. Diese 22 Festplatten waren Ausgangspunkt und Rohmaterial für die künstlerische Forschung im Rahmen dieser Residency.

Dokumentation:  http://publications.servus.at
Research Blog: http://research.radical-openness.org/2015